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Medizinische Fragen




















DKMS Spendenkonto:
Sparkasse Paderborn
Konto: 160 030 30
BLZ: 472 501 01

Medizinische Fragen:

1. Wer darf Spender werden?

Lebensspender werden können grundsätzlich alle Menschen, die zwischen 18 und 55 Jahren alt (auch diejenigen Menschen, die erst im Laufe des Jahres 2007 18 Jahre alt werden) und in guter körperlicher Verfassung sind. Zu Ihrem Schutz und zum Wohle der Patienten gibt es einige Ausnahmen, die sich nach den Richtlinien der Bundesärztekammer richten.

2. Wie hoch ist die Chance, dass ich für eine Stammzellspende in Frage komme?

Nach Erfahrung der DKMS kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender, die vollständig typisiert sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit Stammzellen zu spenden etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Im Moment spenden vier bis fünf DKMS-Spender täglich Stammzellen oder Knochenmark. Über 9.200 Mal konnte bereits die Chance auf Leben gegeben werden.

3. Wird meine Blutgruppe bei der Typisierung bestimmt?

Nein, denn bei der Stammzelltransplantation kommt es nicht auf die Übereinstimmung der Blutgruppen an, sondern auf die Gewebemerkmalskombinationen. Eine nahezu 100%ige Übereinstimmung zu finden, ist sehr kompliziert und wird deshalb mit der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen verglichen. Erst wenn man als Stammzellspender in die engere Wahl kommt, wird auch die Blutgruppe des Spenders bestimmt. Kommt es zur Spende, dann übernimmt der Empfänger mit den Stammzellen sogar die Blutgruppe seines Spenders.

4. Wird bei der Typisierung zur Aufnahme in die DKMS gleichzeitig ein HIV-Test vorgenommen?

Bei der Aufnahme in die DKMS wird ein Teil Ihrer Gewebemerkmalskombinationen untersucht, es erfolgen keine Tests hinsichtlich bestimmter Infektionserreger.

Da es zumeist erst Jahre später zu einer konkreten Anfrage für einen eventuellen Stammzellspender kommt, ist es sinnvoller, eine Untersuchung des Blutes auf bestimmte Infektionserreger wie z.B. HI-Viren, Hepatitis-Viren (B und C) erst dann zu veranlassen, wenn die Gewebemerkmale des potenziellen Spenders mit denen eines Patienten nahezu vollständig übereinstimmen. Im Rahmen aller folgenden notwendigen Untersuchungen wird eine erneute Blutentnahme durchgeführt. Sie werden natürlich über alle Schritte informiert und zu Ihrem Einverständnis befragt.

5. Wer trägt die Kosten wenn ich für einen Patienten Stammzellen spende?

Die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen des Lebensspenders sowie sein Krankenhausaufenthalt während der Entnahme werden von der Krankenkasse des Patienten bezahlt - ebenso wie ein eventueller Verdienstausfall des Lebensspenders, Reisekosten und andere nichtmedizinische Aufwendungen. Die DKMS regelt alle organisatorischen Punkte für den Spender, der sich um nichts zu kümmern braucht. Selbst die Abrechnung erfolgt über die DKMS, die natürlich darüber hinaus bei allen möglichen Fragen hilfreich und beratend dem Lebensspender zur Seite steht.

6. Kann man mehrmals Stammzellen spenden?

Ja. Es gibt Spender, die bereits häufiger Stammzellen - für "ihren" Patienten und auch für andere - gespendet haben. Grundsätzlich achtet die DKMS jedoch darauf, dass die Belastung für Spender nicht zu groß wird. Um den Spender, der bereits Stammzellen für "seinen Patienten" gespendet hat, bei einem möglichen Rückfall für eine weitere Spende zu "reservieren" und um ihn zugleich vor Mehrfachspenden für andere Patienten zu schützen, sucht die DKMS über das Replacement Donor Program für jeden Lebensspender einen "Zwilling" mit identischen Gewebemerkmalskombinationen.

7. Welche Risiken bestehen bei der Entnahme peripherer Stammzellen?

Für die Lebensspende mittels der peripheren Stammzellentnahme ist weder eine Vollnarkose noch eine stationäre Aufnahme ins Krankenhaus erforderlich. Das Verfahren der peripheren Stammzellentnahme wird in der Medizin seit 1988 angewandt, bei DKMS-Spendern seit 1996. Es gibt keine Hinweise auf Langzeitnebenwirkungen der Stimulation mit G-CSF. Spätfolgen sind in der mehr als 10jährigen Dauer der klinischen Anwendung bisher nicht beobachtet worden.

8. Welche Risiken bestehen bei der Knochenmarkentnahme?

Da die Entnahme des Knochenmarks ohne Betäubung schmerzhaft wäre, ist eine Vollnarkose notwendig. Das Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen bei einer Vollnarkose wird von Ärzten mit weniger als etwa 1:50.000 angegeben. Nach der Entnahme können Wundschmerzen und vereinzelt Übelkeit als Nachwirkung der Vollnarkose auftreten. Außerdem besteht ein Infektionsrisiko, wie es für eine Wunde gilt.

9. Hat der Spender nach der Knochenmark- bzw. Stammzellentnahme Beschwerden?

Die Beschwerden bei der Knochenmarkentnahme entstehen hauptsächlich durch die Punktion des Knochenmarks (Schmerzrezeptoren der Knochenhaut), die Gewebeverletzung und den Bluterguss (Schmerzrezeptoren des Gewebes). Die Schmerzen treten in der Regel direkt mit der Entnahme auf und können stark variieren - sowohl in Bezug auf die Dauer als auch auf die Stärke (häufig wird das Gefühl beschrieben, als habe man sich an der Tischkante gestoßen). In der Regel lassen die Schmerzen spätestens nach wenigen Tagen wieder nach. Bei der peripheren Stammzellentnahme können während der Stimulation (Anregung) der Stammzellproduktion durch die körpereigene Substanz G-CSF Gliederschmerzen auftreten, die mit denen während einer Grippe vergleichbar sind. Diese können mit einem leichten Schmerzmittel sehr gut behandelt werden. Mit der Spende klingen die Schmerzen umgehend ab.

10. Hat Knochenmark etwas mit dem Rückenmark zu tun?

Nein, hier handelt es sich um einen weit verbreiteten Irrtum. Außer der Ähnlichkeit der Worte, haben sie nichts miteinander zu tun. Das Rückenmark bleibt völlig unberührt. Es besteht daher auch keine Gefahr einer Querschnittslähmung!

Sie wollen noch mehr wissen? Auf den Internetseiten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei oder direkt in den FAQ's erhalten Sie weitergehede Informationen.


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